62. Landesschützentag in Gifhorn

Text und Fotos Klaus-Dieter Oppermann

Nachdem im Jahr 2016 schon einmal ein Landesschützentag in Gifhorn stattgefunden hatte, war man in diesem Jahr erneut einer Bewerbung um die Ausrichtung gefolgt, die vom Kreisschützenverband Gifhorn eingereicht wurde.

Wie es früher schon war, fand auch in diesem Jahr der Schützentag über zwei Tage statt. Der Kreisverband hatte ein umfangreiches Programm organisiert.

Freitag 24.04.

Nach einer kurzen Präsidiumssitzung traf man sich im traditionsreichen Eiskeller zu einer Kaffeetafel, zu der neben den Präsidiumsmitgliedern und dem Kreisvorstand auch die bereits angereisten Delegierten eingeladen waren. Die Damen aus dem Kreisvorstand hatten ein opulentes Küchenbuffet organisiert. Da war für jeden Geschmack etwas dabei.

Im Anschluss fand im Ratssaal der Stadt Gifhorn ein Empfang durch den Bürgermeister statt, in dessen Verlauf sich der Präsident des Niedersächsischen Sportschützenverbandes, Stefan Kiesewetter, in das „Goldene Buch“ der Stadt Gifhorn eintragen durfte.

Bürgermeister Matthias Nerlich nutzte die Gelegenheit, den geladenen Gästen zu berichten, dass es in der Stadt Gifhorn nachweislich schon seit dem Mittelalter eine enge Verflechtung zwischen den Schützen und der Stadt gibt. So ist auch in der Gegenwart die Stadt immer noch Träger und Veranstalter des Schützenfestes in Gifhorn.

Am Abend fand im Bürgerschützensaal ein „Mühlenabend“ statt. Die Gäste saßen an runden Inseltischen. Begleitet von der hervorragenden musikalischen Untermalung durch den Feuerwehrmusikzug Hillerse konnten sich die Gäste bei guten Gesprächen untereinander austauschen. Gestärkt durch ein leckeres Buffet, das Schützenwirt Sven Wiese bereitgestellt hatte, saß man bis zum Ende der Veranstaltung gemütlich zusammen.

Sonnabend 25.04., festlicher Teil

Nach dem Einmarsch der Fahnen und Standarten in die Stadthalle, der unter der Leitung vom Adjutanten des Bürgerschützenkorps Gifhorn durchgeführt wurde, begann der festliche teil der Veranstaltung. Hier gab es zahlreiche Ehrungen für verdiente Mitglieder der Vereine und des Landesverbandes. Auch Gifhorner wurden dabei bedacht. So wurde dem Kreisverbandsvorsitzenden, Oliver Koch, die goldene Verdienstnadel verliehen. Sein Stellvertreter Thorsten Scholz-Fasch bekam die Verdienstnadel in Bronze. Detlev Herbold wurde mit dem Verdienstorden am Bande des Niedersächsischen Sportschützenverbandes ausgezeichnet. Der Bürgermeister der Stadt Gifhorn wurde mit der silbernen Verdienstnadel des NSSV ausgezeichnet.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Landesspielmannszug, der aus Musikern aus vielen Spielmannszügen aus Niedersachsen zusammen gestellt ist.

Sonnabend 25.04., Landesdelegiertenversammlung

Hier standen wichtige Entscheidungen auf dem Programm. Ausgesetzt wurde ein Beschluss zur Erhöhung der Beiträge, da hier noch Entscheidungen ausstehen, die deren Höhe beeinflussen werden.  So steht noch nicht fest, ob Hannover Bundesstützpunkt für den Schießsport bleiben wird.

Breiten Raum nahmen die anstehenden Wahlen ein. Da Uwe Weimann nicht wieder für das Amt des 1. Vizepräsidenten kandidierte, ist der Gifhorner Raum nun nicht mehr direkt beim NSSV vertreten. Für Ihn rückte der bisheriger Vizepräsident Oliver Riehn nach. Dessen Amt wird künftig Dr. Jonas Wussow aus Bad Fallingbostel ausführen. In das Amt einer weiteren Vizepräsidentin wählten die Delegierten Sabine Jungesblut aus Bad Gandersheim, diese Position war zuletzt vakant. Der bisher kommissarisch tätige Landesschatzmeister Norbert Schüpp aus Celle, wurde per Abstimmung in diesem Amt bestätigt. Über ihre Wiederwahl  können sich der Landessportleiter Reinhard Zimmer und die Landesdamenleiterin Katrin Göllinger freuen.

Weitere Themen waren das in dieses Jahr fallende 75. Jubiläum der Wiedergründung des Deutschen Schützenbundes, der 1938 von den Nazis zwangsweise aufgelöst wurde. Erneute geplante Änderungen des Waffenrechts treiben die Schützen ebenso um, wie das damit mögliche Verbot von Bleimunition beim Sportschießen, was vor allem für die Wurftaubenschützen international negative Auswirkungen haben dürfte.

Auch eine geplante Satzungsänderung wurde verschoben, darüber sollen voraussichtlich im August, zusammen mit der Beitragsfrage, auf einer außerordentlichen Versammlung Beschlüsse gefasst werden.

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